Irland

Biker Infos

Allgemeines
Die Republik Irland liegt westlich von Grossbritannien umgeben vom Atlantik, die Küstenlänge beträgt etwa 1448 km.
Der Berg "Carrantuohill" im County Kerry im Südwesten der Insel, ist mit 1'039 Metern der höchste Berg der irischen Insel. Der längste Fluss ist mit ca. 386 km Länge der "Shannon".  Währung der Republik Irland ist der Euro. Das Land ist in 4 Provinzen und 32 Grafschaften unterteilt. Meine Fahrradtour im Südwesten Irlands unternahm ich in der Provinz Munster bzw. in den Grafschaften Cork & Kerry.

Klima Irland
Grundsätzlich ist zu allen Jahreszeiten mit raschen Wetterwechsel zu rechnen. Auf meiner Fahrradtour Ende Mai 2019 erlebte ich jedoch eher beständiges Wetter, 3 Tage waren ganz trocken, 1 Tag vorwiegend regnerisch und 2 Tage starteten mit leichtem Regen hörte aber bald wieder auf. Der Wind war während dieser Woche zwar ständig leicht spürbar, jedoch kein relevanter Faktor.

Sprache:
In der Republik Irland wird Englisch und Irisch (Gälisch) gesprochen. Auch die Wegweiser sind (zumindest im Südwesten Irlands) oft in beiden Sprachen beschriftet.

Städte & Dörfer
Im Südwesten Irlands erlebte ich ein paar typisch touristische Städte wie z.B. Cork, Kenmare, Dingle, Killarney. Bereits im Mai ist hier relativ viel los und die bunten Hausfassaden sind ein tolles Fotomotiv. Gerade im Südwesten Irlands gibt es jedoch nicht in jedem Dorf Einkaufsmöglichkeiten / Restaurants, auch wenn die Pub-Kultur hochgehalten und gelebt wird.

Radfahren im im Südwesten Irlands
Der grösste Unterschied zu den meisten Ländern Europas ist, dass in Irland wie auch in Grossbritannien auf der linken Fahrspur gefahren wird. Die Qualität der Strassen sowie auch die Beschilderungen fand ich ausreichend gut. Das Fahren auf der Nationalstrasse (N22) war problemlos möglich, da meist eine separate Spur (Pannenstreifen) vorhanden war, trotzdem empfand ich jene Abschnitte als relativ laut und viel befahren. Die Regionalstrassen (dreistelligen Strassen-Nummern denen ein "R" vorangestellt ist z. B. R569), waren deutlich weniger stark befahren, ein Seitenstreifen fehlte jedoch meistens (was meines Erachtens gegen eine Fahrradtour mit einem Kinderanhänger spricht). Die Autofahrer legten eine hohe Akzeptanz gegenüber mir als Fahrradfahrer vor, es wurde stets (fast über-) vorsichtig überholt und ein Hupen scheint als No-Go zu gelten, ich habe  jedenfalls nie ein Hupen wahrgenommen. Die Routen in den Bergen können dann von der Breite her auch mal einer einspurigen Strassen gleichen, alle Wege meiner Route waren jeweils asphaltiert. Egal ob man sich an der Küste befindet oder in den Bergen, die Strassen sind hügelig und kurvig, Langweile kommt so bestimmt nie auf.

Uebernachtungsmöglichkeiten
Ich übernachtete jeweils in B&B's, da gibt es auch im Südwesten eine grosse Anzahl davon. Teilweise liegen sie jedoch etwas oder deutlich abgelegen, was primär in Bezug auf das Essen (Läden / Restaurants) berückstichtigt und entsprechend geplant werden sollte. Campingplätze habe ich einige gesehen, jedoch empfand ich das Angebot für Fahrradfahrer nicht als übermässig gross. Zum wild campieren hat es auf der grünen Insel grundsätzlich viele Möglichkeiten, inwiefern dies tolleriert wird ist mir jedoch nicht bekannt.

Der Südwesten Irlands aus meiner Sicht
Ich habe Irland als äusserst spannendes Land wahrgenommen. Hier gibt es Gegensätze wie z.B. die  Pub-Bier Kultur (Der Pub -> Der Iren zweites Wohnzimmer) bzw. die Tee-Trinker Kultur. Das Wetter verspricht spektakuläre Wechsel, nicht immer nur zur Freude. Es hat unglaublich viele Gewässer, vom Atlantik über etliche kleine und grössere (Berg-) Seen und Flüsse. Innert wenigen Minunten wechselt die Szenerie vom grossen Meer mit seinen touristischen Städten und bunten Häusern zu den kargen Highlands in den einsamen, verkehrsarmen Bergen Irlands. Die Leute sind sehr freundlich, die Stadt und Strassen sind sehr sauber, die Häuser haben riesige Gärten und werden mit viel Liebe gepflegt. Die grüne Insel ist ein landschaftliches Paradies, nicht nur für die überall weidenden Schafe, sondern auch für jeden Naturliebhaber.

Anforderungen
Der Südwesten Irlands ist hügelig, egal ob entlang der Küste oder im Hinterland. Ebene Strekcen sind eher selten.  Wem dies gefällt und auch mit Regen und Wind klar kommt, der ist in Irland genau richtig.

Persönliche Bewertung
Besonders die Routen im Nationalpark sowie zwischen Norden & Süden der Halbinseln über die Highlands waren teilweise spektakulär. Vom "Wild Atlantik Highway", also den Routen der Küste entlang hätte ich mir manchmal etwas mehr erhofft. Trotzdem ist der Südwesten Irlands eine absolut sehenswerte Fahrradregion und gehört ganz klar zu meinen Top Fahrraddestinationen.