Dänemark

Biker Infos

Lage:

Dänemark ist das südlichste und kleinste der skandinavischen Länder. Es umfasst, ohne die halbautonomen atlantischen Gebiete Färöer-Inseln und Grönland 43094 km2 (etwa so viel wie die Schweiz). Die Luftlinie zwischen dem nördlichsten Punkt bei Skagen und dem südlichsten auf Gedser beträgt 356 km, vom westlichen Esbjerg bis nach Kopenhagen sind es 301 km, Bornholm liegt weitere 150 km östlich. Zum dänischen Königreich gehören mehr als 400 Inseln, von denen weniger als ein Viertel bewohnt ist. Seeland ist mit 7104 km2 die grösste Insel Dänemarks, bekannt ist auch die Insel Fünen zwischen Jütland und Seeland. Die Gesamtlänge aller Küsten beträgt etwa 7300 km. Berge findet man in Dänemark nicht, die höchste Erhebung, der Yding Skovhoj, misst 173 m.


Klima:

Dänemark hat mässig warme Sommer, die Temperaturen klettern nur selten über 30 Grad, Meist weht ein Wind aus Westen, schnelle Wetteränderungen sind nicht selten. Die Meerestemperaturen betragen im Sommer 17 – 21 Grad. In der Ostsee ist es etwas wärmer als in der Nordsee. Charakteristisch sind die langen Tage im Sommer, zwischen Mai und Anfang August. Am 1.Juli liegen zwischen Sonnenauf- und untergang 17,5 Stunden.
Meiner Erfahrungen vom 31.05.2005 bis 05.06.2005: Leider hat sich Dänemark Anfangs Juni 2005 nicht von seiner Sonnenseite gezeigt. Häufiger Regen bei Tagestemperaturen um 10 – 12 Grad sowie kühler Westwind haben mich aber gleich in den ersten Tagen meiner schlussendlich 108 Tage dauernden Velo-Tour gelehrt, dass man mit ansprechenden Regenkleidern auch bei schlechtem Wetter Spass und Freude an der Natur und am Fahrradfahren haben kann.

Radfahren:
Von Mai bis September sind in Dänemark viele Menschen auf Fahrräder unterwegs. Häufig in Gruppen, radeln sie auf den gut ausgebauten Fahrradwegen durch die flache oder sanft hügelige Natur. Das grösste Hindernis ist gelegentlich der West-Wind. Zehn nationale Fahrradrouten ohne Autoverkehr mit insgesamt 3500 km Länge durchziehen das ganze Land, von einer „Südseeroute“ durch geruhsame Städte im südfünischen Inselmeer oder einem „Trip rund um Bornholm“ bis zur langen „Westküstenroute“ von Rudbol an der deutschen Grenze bis nach Skagen. Alle sind mit einem Fahrradsymbol auf blauem Grund ausgeschildert. Hinzu kommen etwa 7000 km regionale und lokale Routen.


Camping und Jugendherbergen:
Mehr als 520 Campingplätze verteilen sich an den Küsten und im Binnenland. Wildes campen ist in Dänemark nicht erlaubt. Es gibt zudem etwa 100 Danhostels (häufig Vandrerhjem genannt), Jugend- und Familienherbergen. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein gültiger Jugendherbergsausweis. Diesen kann man in jedem Danhostel erwerben.


Bei der Routenplanung zu berücksichtigen:
- Kopenhagen
- Beltbrücke zwischen Fünen und Seeland
- Inseln Bornholm und Fünen
- Legoland in Billund (Die ganze Welt aus bunten Steinen)
- Esbjerg – Vier je 9 m grosse Sitzstatuen aus weissem Beton blicken am Strand über die See.
- Jammerbugten – 80 km länge schöne Sandstrände im Norden Dänemarks
- Die Fjorde an der Westküste (Ringkobing-Fjord und Limfjord)
- Generell die Landschaft in Nordjütland
- Leuchttürme, so z.B. in Skagen


Schönste Routen meiner Tour:
- Ringkobing – Thisted 120 km
- Thisted - Lokken - Frederikshavn 155 km


Dänemark aus meiner Sicht:
Das ziemlich schlechte Wetter hat sicherlich (leider) etwas dazu geführt, dass ich von Dänemark nicht so viel gesehen habe wie möglich gewesen wäre. Schöne Strecken auf meiner Route durch die Halbinsel Jütland (Nord-Süd-Achse ca 300 km) fand ich vor allem im Westen rund um den Ringkobing-Fjord und in Nordjütland, wo die flache Landschaft geprägt ist durch grüne weite Felder mit Schafen und Kühen, den Fjorden, der Nordsee, Dünen und Waldlandschaften. Ein Teil der Route entlang der Nordseeküste (Westen) kann man zudem auf autofreien, nichtasphaltierten Wegen fahren. Ebenso typisch für Dänemark sind die vorwiegend flachen Routen ohne Steigungen oder sogar Pässe, denn Berge gibt es in Dänemark nicht und als landesweit höchste Erhebung bringt es der Yding Skovhoj in Mitteljütland gerade mal auf 173 m.

Anforderungen:

Für „Jedermann“ geeignet (flache Landschaft, teilweise Westwind)


Persönliche Bewertung:

empfehlenswert