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Spanien

Biker Infos

Allgemeines
Insgesamt ist Spaniens Küste 3 144 km lang. Gleichzeitig hat Spanien jedoch europaweit die zweitgrösste Fläche an Bergland. Da gibt es die Pyrenäen an der Grenze zu Frankreich, das kantabrische Gebirge, das kastilische Scheidegebirge und das Andalusische Gebirge. Der höchste Berg ist der Teide (3 718 m) auf der kanarischen Insel Teneriffa und in der Sierra Nevada soll es europaweit den höchsten mit dem Fahrrad anfahrbaren Punkt geben (Mulhacn). Spaniens Nachbarn sind im Westen Portugal, im Norden Frankreich und Andorra, und Gibraltar als britische Enklave liegt im Süden der Iberischen Halbinsel. Es führen grosse europäische Fahrradwege durch Spanien wie die EuroVelo 1 (Atlantikküsten-Route), 3 (Pilgerroute) und 8 (Mittelmeerroute). Zu Spanien gehören auch etliche Inseln, auf denen es sich wunderbar fahrradfahren lässt (siehe z.B. meine Tour im 2012 auf Mallorca). Galicien, Europas Westzipfel am Atlantik bildet im Süden die Grenze zu Portugal und liegt im Nordwesten Spaniens. Die Küste wird geprägt von den tief ins Landesinnere einschneidenden, fjordähnlichen Meeresbuchten, den "Rias".

Klima
Das Klima in Spanien ist sehr unterschiedlich. Während Alicante im Süden zu den trockensten Gebieten Westeuropas gehört, schickt der Atlantik immer wieder Regenschauer über die Region Galicien.  Während meiner Fahrradtour in Galicien im Herbst erlebte ich 4 trockene und meist sonnige Tage sowie 4 wechselhafte mit gelegentlichen kurzen Regengüssen aber auch Sonnenstrahlen. Die Temperaturen fühlten sich durch den Wind teilweise recht kühl an, am Morgen startete ich einmal bei 9 Grad, im Verlaufe des Tages wurde es 18 - 23 Grad warm. Der Wind spielte während meiner Tour glücklicherweise tagsüber keine wesentliche Rolle, einmal stürmte es nachts mit Winden bis 90 km/h.

Sprache:
Spanisch und in den grösseren Touristengebieten auch etwas Englisch oder mit etwas Glück sogar Deutsch. Es kann aber nicht davon ausgegangen werden, dass immer eine Fremdsprache gesprochen wird, dies waren zumindest meine Erfahrungen in Galicien.

Radfahren in Galicien
Oestlich der Nord-Südachse A Coruna - Santiago de Compostela - Pontevedra hat es viele Strassenpässe welche dafür sorgen, dass täglich ausreichend Höhenmeter bewältigt werden dürfen. Aber selbst ohne auch nur einen offiziellen Strassenpass befahren zu haben, musste ich trotzdem sehr oft zwischen 900 und 1300 Höhenmeter bewältigen, die Anstiege sind jedoch oft nicht sehr lange und nicht besonders steil. Das Verkehrsaufkommen ist recht unterschiedlich, ich empfand die Ueberholmannöver jedoch sehr vorsichtig und angenehm. Der Wind spielte entgegen meinen Befürchtungen keine dominante Rolle, da hatte ich wohl Glück. Einkaufsmöglichkeiten gibt es in regelmässigen Abständen und auch Restaurants gibt es sogar in den meisten kleineren Orten.  Meine schönste Etappe erlebte ich entlang der Rias Baixas von Noia nach Fisterra. Auch wenn offizielle bzw. autofreie Fahrradwege weitgehend fehlen, fühlte ich mich auf den Strassen Galiciens jederzeit gut aufgehoben.

Uebernachtungsmöglichkeiten
Während es entlang der Atlantikküste in Galicien sehr viele Campingplätze gibt, sind diese im Inland eher spärlich vorhanden. Trotzdem sollte es bei Tagesetappen um 80 - 100 km möglich sein den nächsten Campingplatz zu erreichen. Da ich nur 1 Woche in Galicien unterwegs war habe ich mich dazu entschieden Zelt, Mätteli & Schlafsack zu Hause zu lassen und stattdessen in Hostels und B&B etc zu übernachten. Mein Glück, denn wie ich erlebt habe sind ausserhalb der Hauptsaison die Campinpglätze meistens geschlossen! Es gibt auch spezielle Pilger-Herbergen, es braucht dazu jedoch einen Pilgerausweis.

Galicien aus meiner Sicht
Die Hauptstadt Galiciens ist das bekannte Wallfahrtsort Santiago de Compostela mit der imposanten Jakobuskathedrale, welches nebst Rom und Jerusalem als eines der grossen christlichen Pilgerzielen gilt. Ich empfand dies als wirklich sehr eindrücklich, auf dem riesigen Platz all die Menschen zu sehen (Wanderer / Pilger / Fahrradfahrer / Touristen) welche oft nach einer langen Reise ihr Ziel ereicht haben. Ueberhaupt trifft man Pilger mit ihren Wanderstöcken immer mal wieder auf den Strassen oder den Städten an, vor allem aber auch beim Cap Fisterra oder in Melide. Dadurch trifft man relativ einfach auf Menschen aus der ganzen Welt. Besonders schön empfand ich auch die eindrücklichen Altstädte mit ihren alten Kirchen und grossen Plätzen, den engen Gassen und einladenden Cafés, wo sich oft auch das Leben der Einheimsichen abspielt. Unterwegs im grünen, hügeligen Inland Galiciens fehlen zwar die absoluten landschaftlichen Highlights, aber dafür fährt man stets durch grüne, bewaltete Hügellandschaften und kleine Dörfer mit alten Steinhäusern und typisch für ganz Galicien sind die vielen Getreidespeicher (Horreos), die zum Schutz vor Nagern und Feuchtigkeit auf Steinstelzen stehen, heute aber oft anders genützt werden. Die Routen entlang der Küste bieten eine schöne Abwechslung und auf den teilweise grossen Stränden lässt es sich wunderbar Pause machen oder den Tag in einem Café mit Blick auf die Wellen oder bei einem Spaziergang im Sand den Tag ausklingen lassen. Galicien bietet also nicht nur auf dem Fahrradsattel, sondern gerade auch zwischen den Etappen Möglichkeiten, die spanische / galicische Kultur kennen zu lernen.

Anforderungen
Regen & Winde gehören genauso zu Galicien wie die vielen Höhenmeter welche man "gerne" bewältigen muss.

Persönliche Bewertung
Auch wenn das Landschaftsbild in Galicien nicht so spektakulär ist, bieten die Hügel im Landesinnern sowie einige Küstenabschnitte sehr schöne Fahrraderlebnisse.

Kontakt

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