Zum Hauptinhalt springen

Gratwanderung Klingenstock zum Fronalpstock (2026)

1-Tageswanderung (T3)

Obwohl ich von Touristenmassen an Wochenenden gewarnt wurde, entschieden wir uns für die Gratwanderung an einem Samstag während den Sommerferien. Bereits die Anreise ist ein kleines Highlight: Mit der spektakulären Standseilbahn geht es von Schwyz hinauf ins autofreie Stoos auf 1’305 m.ü.M. Mit einer maximalen Steigung von 110 % (47,7°) ist sie aktuell die steilste klassische Standseilbahn der Welt. Dank der drehbaren vier Kabinen steht man während der ganzen Fahrt immer waagrecht, während die einzelnen Kabinen sich in den steilsten Stellen  fast übereinander befinden - ein nicht ganz alltägliches Erlebnis. Oben angekommen werden wir von zwei freundlichen Damen empfangen, die den ankommenden Gästen den richtigen Weg weisen und gerne Auskunft geben. Um 10.15 Uhr starten wir unsere Wanderung.
Der Aufstieg zum Klingenstock (1’935 m ü. M.) führt über rund 630 Höhenmeter zunächst auf einem breiten Weg, später auf schmaleren, steinigeren Pfaden. Da viele Wandernde den Sessellift benützen, ist dieser Abschnitt relativ angenehm, aber teilweise auch steil. Statt der offiziell angegebenen zwei Stunden erreichen wir den Gipfel bereits nach gut 70 Minuten. Unterwegs begleiten uns schöne Ausblicke ins Muotatal und auf die umliegenden Berge. Wie erwartet befinden sich beim Start der berühmten Gratwanderung sehr viele Menschen. Bald schon glitzert links erstmals ein Teil des Vierwaldstättersees, rechts ragen die markanten Mythen empor. Mit jedem Abschnitt Richtung Fronalpstock wird der Blick über den See und die Bergwelt noch etwas eindrücklicher. Gleichzeitig zeigt sich aber auch die Kehrseite der beliebten Tour: Immer wieder entstehen kleine Staus, weil viele an den schönsten Aussichtspunkten fotografieren oder Selfies machen und ganz einfach, weil viel zu viele Menschen auf dem Grat unterwegs sind. Die Wanderung sollte dennoch nicht unterschätzt werden, auch wenn sie technisch eher einfach ist. Bereits der Aufstieg fordert Kondition und auf dem Grat wechseln sich zahlreiche Treppen, Gegenanstiege und Abstiege ab. Über das Furggeli (1’732 m ü. M.) und einen letzten knackigen Anstieg erreichen wir schliesslich den Fronalpstock (1’922 m ü. M.). Das Bergrestaurant mit seiner grossen Sonnenterrasse ist logischerweise gut besucht. Für den Rückweg wählen wir den Sessellift und schweben gemütlich über die Weiden bzw. im Winter das Skigebiet zurück nach Stoos, wo wir gegen 14.15 Uhr ankommen.

Fazit: Ich würde die Tour jederzeit wieder genauso machen. Nur die Gratwanderung, also ohne den Aufstieg zum Klingenstock, wäre mir in Anbetracht unserer fast dreistündigen Anreise doch etwas zu wenig gewesen. Auch wenn ich persönlich Trekking-Touren in felsigem Gelände und mit etwas mehr landschaftlicher Abwechslung noch einen Tick spannender finde, war die Kombination aus spektakulären Tiefblicken auf den Vierwaldstättersee und der schönen Bergkulisse ein tolles Erlebnis.

Fotos



Kontakt

Hast du Fragen oder Anmerkungen an mich, dann melde dich unter:

info@fuchs-on-tour

Copyright © 2015 | Fuchs on Tour | webdesign by thomasgysel.ch